Nachhaltiger Bauen mit Holz: Ökologisch und ökonomisch

Haben Sie gewusst, dass 40% aller CO2-Emissionen weltweit nicht etwa vom Verkehrs und Transportwesen, sondern von Gebäuden verursacht werden? Oder dass beispielsweise alleine die Verwendung von Brettsperrholz den CO2-Ausstoss eines Gebäudes um ganze 29 Jahre reduziert bzw. in diesem Ausmass weniger CO2-Belastung im Vergleich zu herkömmlichen Materialien wie Beton oder Stahl resultiert? Ein weiteres Fakt ist, dass kein anderer Baustoff so nachhaltig ist wie Holz: CO2-neutral, nachwachsend und 100% rezyklierbar. Deshalb erstaunt auch nicht, dass Holz gerade in den Zeiten des Klimawandels und der grösseren Beachtung der Umweltverträglichkeit vermehrt Verwendung findet. Dies ist aber bei weitem nicht der einzige Grund, wieso Holz als Baustoff auch in der zunehmend digitalisierten Bauwirtschaft auf grosse Akzeptanz stösst.

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und wird seit Jahrtausenden als Baustoff verwendet. Die Fähigkeit von Bäumen, mit Hilfe von Sonnenlicht Kohlendioxid (CO2) umzuwandeln und Sauerstoff abzugeben, ist elementar für alles Leben auf der Erde. Wird einheimisches Holz im Bauwesen eingesetzt, sind die Transportwege und der Energieaufwand zu seiner Bereitstellung und Aufbereitung gering. Wenn Holzprodukte am Ende ihrer Lebensdauer energetisch verwertet werden, können sie sogar mehr Energie liefern als zur Herstellung verbraucht wurde. Dabei wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen bzw. gebunden hat.

Die besondere Eignung von Holz als Baustoff

Grundsätzlich trägt also die Nutzung von Holz als Baumaterial und Energieträgerzur Minderung des CO2-Ausstosses sowie zur Bindung von Kohlenstoff bei.  Nebst einer nachhaltigen und naturnahen Bewirtschaftung der Wälder natürlich. Kurze Bauzeiten und günstige Ausbaubedingungen werden insbesondere über standardisierte und vorgefertigte Bausysteme erreicht. Dafür ist besonders Brettschichtholz geeignet.

Was Recycling und Wiederverwertung betrifft, ist Holz als Baustoff unerreicht. Nach dem Abriss eines Bürogebäudes landet normalerweise tonnenweise Material auf dem Müll:

Metall, Beton, Bauschutt, Kabel, alte Teppiche. Das ist alles andere als nachhaltig. Die Alternative: ein Recyclinggebäude mit rückbaubarer Holzfassade. Holz ist ein erneuerbarer Rohstoff, kommt direkt aus der Natur. Holzbau besticht dank der Vorfertigung im Werk durch sehr hohe Qualität. Die Vorfertigung ermöglicht zudem eine kürzere Bauzeit gegenüber konventionellen Bauten.

Holz ist tatsächlich einer der natürlichsten Baustoffe überhaupt. Bis Holz im Hochbau verwendet werden kann, benötigt es wenige Arbeitsgänge. Somit wird die Herstellungskette des Holzes mit einem geringen grauen Energieaufwand bewerkstelligt bzw. verbraucht sehr wenig Herstellungsenergie.

Das nachhaltige Bauen mit Holz hat entscheidende Vorteile:

  • Die Preise des Holzbaus sind durch die Holzelementbauweise wirtschaftlicher.
  • Im Aussenwandbereich bringt der Holzelementbau grosse Vorteile. Die statische und die dämmende Ebene sind ein und dieselbe, so lassen sich hoch wärmedämmende Gebäudehüllen mit geringen Wandstärken realisieren. Damit spart der Bauherr bis zu 20cm Wandstärke, welche dem Wohnraum zugutekommt.
  • Die Holzbauweise weist bei niedrigem Eigengewicht eine hohe Zug- und Druckfestigkeit auf. Unbehandelt erzeugt es ein angenehmes Raumklima und besitzt gute Wärmedämm- und Wärmespeichereigenschaften.